Ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur an Folkwang – Mein Abschlussbericht

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Vor einem Jahr fing alles an. Ich stand vor den Gemäuern Folkwangs, mein Herz schlug mir bis zum Hals, und ich war so aufgeregt wie noch nie.
Vor mir lag nicht nur die Folkwang Universität der Künste, sondern auch ein ganzes langes Jahr, was mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich greifbar schien. Ich war aufgeregt. Gleich würde ich meine Kolleginnen kennenlernen, mein Arbeitsumfeld und natürlich die Hochschule.

Schon im ersten Moment wurde ich freundlich begrüßt und in die Abteilung aufgenommen. Die Einarbeitung fiel mir erstaunlich leicht, wenn man bedenkt, dass ich mit manchen Programmen noch nie Bekanntschaft gemacht hatte. Innerhalb weniger Wochen war es für mich ganz normal, um 9:00 Uhr auf der Matte zu stehen, um den Arbeitstag zu beginnen. Ich durfte mich um das Erstellen von Abendprogrammen, Veranstaltungsübersichten etc. kümmern, wodurch mir bewusst wurde, wie viel Arbeit eigentlich hinter einer dünnen Broschüre steckt.

Als Mitarbeiterin an Folkwang erhielt ich außerdem die Möglichkeit, alle Veranstaltungen kostenlos zu besuchen. Dieses Angebot nutzte ich großzügig. Ich erlebte Abschlussprüfungen der verschiedenen Studiengänge z. B. Musical und Schauspiel, Tanzabende, das Folkwang Kammerorchester SINFONIETTA. Das Musical „Goethe! Auf Liebe und Tod“ hatte es mir so angetan, dass ich es dreimal besuchte.

Des Weiteren war ich begeistert von den hochwertigen Produktionen und dem hohen Niveau, das ich an einer Hochschule vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte, weil die Studierenden ja noch mitten in der Ausbildung stecken. Allerdings gaben mir die Vorstellungen oftmals das Gefühl, den Raum der Hochschule verlassen und mich in der Nähe vom Broadway wiedergefunden zu haben.

Im Februar fand dann ein besonderer Höhepunkt statt, an dem ich mitwirken durfte, die Auftaktveranstaltung der großartig vorbereiteten Jubiläumskampagne „Folkwang ist…“. Sie wurde anlässlich des 90jährigen Bestehens der Folkwang Universität der Künste ins Leben gerufen und beschäftigt sich ein ganzes Jahr mit der Identität der Hochschule. Wir befragten Studierende, Lehrende, Freunde und MitarbeiterInnen der Hochschule, holten per Video und Postkarten persönliche Statements ein, die wir dann auf der Kampagnenwebsite www.folkwangist.de veröffentlichten. Dass mein Blog seine eigene Seite auf der Kampagnenwebsite bekam, freute mich sehr. Es macht mich glücklich, dass mein Projekt und meine Mitarbeit hier so geschätzt werden.

An meiner Arbeit in der Kommunikation an Folkwang gefiel mir besonders gut, dass ich als FSJKlerin ein gleichwertiges Team-Mitglied war. Ich hatte meinen eigenen super ausgestatteten Arbeitsplatz und durfte unter anderem auch bei den regelmäßigen Redaktionssitzungen teilnehmen.

Das Jahr an Folkwang half mir nicht nur dabei, etwas erwachsener zu werden, sondern auch Ziele für die Zukunft zu setzen. Mir wurde bewusst, dass und wie ich meine kreativen Fähigkeiten nutzen kann. Ich lernte den Arbeitsalltag im Öffentlichen Dienst kennen, lernte, wie nervenaufreibend Zeiterfassungssysteme sein können und wie schrecklich lang ein Acht-Stunden-Arbeitstag sein kann. Und wie gemein es ist, bei Savannen-Wetter im Büro sitzen zu müssen, während andere die Freibäder unsicher machen.

Würde ich mich wieder für ein FSJK entscheiden? Definitiv. Würde ich ein FSJK weiterempfehlen? Ja, mit dem besten Gewissen. Bin ich traurig, dass sich dieses Jahr voller neuer Erfahrungen und spannender Erlebnisse nun dem Ende neigt? Ja, auf jeden Fall. Aber ich bin immer bereit für und voller Vorfreude auf die neuen Abenteuer, die mich erwarten!

In meinem ersten Blogbeitrag habe ich euch versprochen, am Ende zu verraten, was Folkwang mittlerweile für mich bedeutet. Ein ganzes Jahr lang hatte ich die Möglichkeit, die Antwort auf diese Frage zu finden.
Ich erhielt Einblicke in die verschiedensten Bereiche. Von Eignungsprüfungen bis hin zu  Abschlussprüfungen, spektakuläre Tanzabende und  humorvolle Präsentationen der Schauspielstudierenden, von Akten sortieren bis selbst gestalterisch tätig zu werden .

Mein Statement lautet:

Folkwang ist…
für mich nicht nur atemberaubend, voller unerschöpflicher Energie und Ideen, sondern auch unberechenbar.          

Vielen Dank an die Folkwang Universität der Künste und meine Kolleginnen von K&M, dass mir dieses wundervolle Jahr ermöglicht wurde.

 

Eure Marla

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